Ein Schulhund für die CaSo

Schulhundkonzept an der CaSo

Seit Beginn des Schuljahres 2017/2018 hat die CaSo einen Schulhund.
Es ist ein Weißer Schäferhund Welpe.
Er heißt Sky und gehört der Schulleiterin, Brigitte Rost. Inzwischen hat Sky die Herzen der (meisten) Kinder erobert und findet auch im Team und der Elternschaft große Zustimmung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist ein Schulhund?

Unter einem Schulhund versteht man nach Heyer/Kloke einen „speziell ausgebildeten Hund, der zur Unterstützung pädagogischer Prozesse aktiv und regelmäßig von Pädagogen in den Unterricht integriert wird.“
Hundgestützte Pädagogik ist nach ihrer Definition der „systematische Einsatz von ausgebildeten Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernathmosphäre und individueller Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schüler… . Als Co-Pädagoge unterstützt der Hund dabei den Lehrer/Erzieher bei dessen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Der Umfang und die Inhalte des hundgestützten Unterrichts variieren dabei von der reinen Anwesenheit des Hundes in der Schule bis hin zur aktiven Teilnahme des Vierbeiners als Vorbild und Lernkamerad im Unterricht.“

Wo kann ein Schulhundeinsatz von Vorteil sein?

Bevor die Schüler ersten Kontakt mit dem Hund bekommen, müssen sie mit den Umgangsregeln vertraut gemacht werden, damit keine Missverständnisse in der Kommunikation entstehen.
Dazu werden mit den Kindern Regeln besprochen und ihr Vorwissen aktiviert.In diesen Unterrichtssequenzen ist der Hund nicht dabei.

Unsere CaSo Hunderegeln

Ich bin Sky und möchte dein Freund werden.
Behandle mich so, wie du behandelt werden
möchtest.

  • Bitte leise sein und nicht rennen
  • Warten, bis ich zu dir komme
  • Hände nach unten halten
  • Nur mit Erlaubnis anfassen, am besten von der Seite
  • Bitte nicht an die Ohren gehen
  • Nicht in die Augen starren
  • Vorsicht: Spitze Zähne und Krallen
  • Ärgern, hochheben und füttern ist verboten
  • Wenn du nicht möchtest, dass ich zu dir komme, einfach umdrehen (nicht wegrennen!)
  • Ich bin noch ein Hundebaby und muss noch viel lernen, hilf mir dabei!

Nach und nach besucht der Hund die einzelnen Klassen zum gegenseitigen Kennenlernen. Daneben hat Sky schon Kleingruppen auf dem Schulhof kennengelernt. Es gilt dabei Stress auf beiden Seiten zu vermeiden.
Jeder darf dabei selbst entscheiden, in welcher Entfernung vom Hund er sich aufhält.

Folgende Ziele und pädagogische Schwerpunkte sollen dabei umgesetzt werden:

  • Das Lernklima in der Klasse soll verbessert werden.
  • Eine ruhigere Lernatmosphäre soll geschaffen werden.
  • Konzentration und Aufmerksamkeit der Kinder sollen geschult werden.
  • Das soziale Miteinander soll gefördert werden.
  • Das Regelverständnis der Kinder soll geschult werden.
  • Die Kinder sollen in ihrem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gefördert werden.
  • Die Kinder sollen den natürlichen Umgang mit dem Hund erleben und sich in der Gruppe über den Hund austauschen.
  • Vorhandene Ängste in Bezug auf Hunde können abgebaut werden.

Einsatzmöglichkeiten

  1. Einsatz im Unterricht als Klassenbegleithund
  2. Einsatz in der Einzel- und Kleingruppenförderung
  3. Einsatz in einer AG

Gelernt werden soll unter anderem: Wie verhalte ich mich, wenn mir ein fremder Hund entgegenkommt? Die Kinder lernen, sich bewusst richtig zu verhalten, wenn sie sich einem Hund nähern. So werden einerseits Ängste abgebaut, andererseits können fehlerhafte Verhaltensweisen korrigiert werden, zum Beispiel Leichtsinn aus Unwissenheit oder bewusst aggressives Verhalten gegenüber dem Tier. Warum bellt der Hund mich an? Darf ich einen fremden Hund anstarren? Wie soll ich mit einem Hund spielen?
Diese und weitere Fragen werden im Unterricht eingehend erläutert.

Was lernen die Kinder

– Ängste und Phobien abzubauen, zu lindern.
– Fehlerhafte Verhaltensweisen korrigieren.
– Achtung zu haben.
– Soziale Integration durch den Hund fördern (Eisbrecherfunktion).
– Wie verhalte ich mich richtig?
– Wie nähere ich mich einem Hund?
– Warum bellt der Hund mich an?
– Darf ich einen fremden Hund anstarren?
– Schaffen eines angenehmen Geräuschpegels durch die Anwesenheit des Hundes.
– Strukturierte Abläufe vermitteln
– Einhaltung von Regeln.
– Allgemeines Wissen über Hunde.
– Selbstbewusstsein stärken.

Unser Konzept wächst mit Sky. Da er noch im Welpenalter ist, können noch nicht alle Einsatzmöglichkeiten genutzt werden. Andererseits erleben die Kinder, wie aus einem kleinen Hund ein großer Hund wird, um später keine Angst (aber Achtung) vorm großen Hund zu haben.