Förderkonzepte

Entwicklung eines umfassenden Förderkonzepts  

Förderstunden:

Organisation und Festlegung von Schwerpunkten Organisation:
Jede Klasse hat jeweils eine Förderstunde in Deutsch und Mathematik. Die Förderung findet klassenintern statt. Es gibt  zwei Förderstunden pro Woche für Kinder mit LRS-Problemen. Diese Förderung findet jahrgangsübergreifend in kleinen Gruppen statt.

Auch gibt es eine Förderstunde für rechenschwache Kinder.Hier wird einzeln gefördert.

In der Schuleingangsphase wird in Deutsch die Hilfe von Eltern genutzt (z.B. als Lesemütter oder zur Unterstützung im Förderunterricht).

Schwerpunkte: Die Schwerpunkte in den normalen Förderstunden in Deutsch liegen in der Rechtschreibung und im Leseverständnis. In Mathematik wird in den Förderstunden nach Lerninhalten gefördert. In der Regel werden sowohl in Deutsch als auch in Mathematik zwei Leistungsniveaus unterschieden. Dabei beschäftigt sich das Niveau 1 mit der Sicherung und der Vertiefung von Lerninhalten. Bei Niveau 2 geht es um die Herausforderung und auch Erweiterung von Kompetenzen. Beide Niveaustufen sind jedoch durchlässig und individuell veränderbar. Darüber hinaus werden einzelne Kinder bei Problemen in allen Klassenstufen gezielt individuell gefördert.

Diagnostik und Förderpläne Diagnostik: Sowohl in Deutsch als auch in Mathematik findet die Diagnostik in Form von Beobachtung und durch Lernstandsüberprüfungen statt. In Deutsch wird in jeder Jahrgangsstufe ein entsprechender HSP-Test (Hamburger Schreibprobe) zur LRS-Diagnostik durchgeführt. Erstmals wurde dies im April 2009 für die Klassen 2 bis 4 durchgeführt. Nach Auswertung dieser Tests wurde vereinbart, die betroffenen Kinder (5) mit zunächst einer Stunde im Bereich Lese-Rechtschreib-Schwäche speziell zu fördern. Nach den Sommerferien – also im Schuljahr 2009/2010 wurde dieses Angebot auf zwei Wochenstunden erweitert. Wobei festgelegt wurde, dass nur die Kinder gefördert werden, die in mindestens zwei Teilbereichen des HSP-Tests unter 20 Prozent liegen. Auch für den Bereich des Lesens ist  ein Diagnoseverfahren geplant.

Im Schuljahr 2010/2011 wird das für den mathematischen Bereich ausgeweitet. Zur Dokumentation werden für beide Fächer Lernstandsübersichtspläne herangezogen, die vier Mal im Jahr für jedes Kind aktualisiert werden. Diese Lernstandsübersichten werden jeweils vor den Herbstferien, vor den Weihnachtsferien, vor den Osterferien und sechs Wochen vor den Sommerferien auf den neuesten Stand gebracht. Die Lernstandsübersicht ist die Grundlage für die weitere Gestaltung der Förderstunden und die tägliche Unterrichtsplanung. Um jedem Schüler individuell gerecht zu werden, werden Methoden wie Tagesplan, Wochenplan, Stationen, Werkstattarbeit und Portfolio angewendet. In jeder Förderstunde wird selbstverständlich sowohl qualitativ durch verschiedene Hilfsmittel, Aufgabenstellungen und Materialien differenziert wie auch quantitativ.

Förderkonzept – Planungsschritte

1.        Bestandsaufnahme

2.        Entwicklung eines Rasters – Diagnosebogen für Kinder mit Lerndefiziten und besonderen Stärken –           Individueller Arbeitsplan für die verschiedenen Jahrgänge in Deutsch und Mathematik

3.        Fortbildungsbedarf –         Dyskalkulie –         Lese- Rechtschreibschwäche

4.        Überarbeitung des Konzepts zur Schuleingangsphase

5.        Fortschreiben des Konzepts für die Jahrgangsstufen 3 und 4

Leseförderung

Im 3. Schuljahr wird während des 2. Schulhalbjahres eine Lesenacht durchgeführt. Alle Schüler lesen ein Buch ihrer Wahl, das vorher bei einem gemeinsamen Besuch der Stadtbücherei ausgeliehen wurde – auch mit Taschenlampen – und schlafen dann im Klassenraum in ihren Schlafsäcken. Lesemütter helfen Schülern beim Erlesen von Lesetexten und hören zu. Auf dem Lesethron sitzt ein Schüler, der einen besonderen Lesetext vorliest. Im Rahmen der Klassenbücherei verfügen die Schüler aller Klassen über einen Satz Bücher für den Klassenraum. Diese können ausgeliehen bzw. zum “Schmökern” während der Freiarbeit genutzt werden. In gewissen Zeitabständen wird eine Lesung mit Autoren organisiert. Die Schüler sollen die Möglichkeit haben, zuzuhören und Fragen zu stellen. Die Teilnahme an Geschichtenwettbewerben soll die Lese- und Schreibfähigkeiten der Schüler fördern und sie zu weiteren Leistungen motivieren. Während des Frühstücks kann ein Lesetext von verschiedenen Schülern oder vom Lehrer vorgelesen werden, um den Schülern eine erneute Möglichkeit zur Begegnung mit Literatur zu geben. In jeder Klasse gibt es täglich nach der Frühstückspause fünf Minuten Lesezeit. Im Deutschunterricht werden in jedem Schuljahr Ganzschriften dem Alter der Schüler und dem Unterrichtsthema entsprechend gelesen (z.B. Der Findefuchs – Bruder Bär und Schwester Bär – Die Sockensuchmaschine – Fliegender Stern – Ben liebt Anna).

Der Besuch der Stadtteil-Bücherei soll die Schüler motivieren selbst die Bücherei zu besuchen, Bücher auszuleihen und sie zu lesen. So sollen das Lesebedürfnis und die Lesefähigkeit gesteigert werden. Im Deutschunterricht findet das gemeinsame Lesen statt. So soll jeder Schüler die Möglichkeit haben, einen Text zu erlesen, einzuüben und vorzutragen. Anhand von Literaturwerkstätten erhalten die Schüler zusätzliche Arbeitsmaterialien, um die zu erarbeitende Leselektüre inhaltlich besser zu erfassen und zu vertiefen. Wir arbeiten in allen Klassen mit dem Leseprogramm “antolin”. In den Klassen 3 und 4 alternativ oder zusätzlich mit dem Programm “lesepirat”.

Förderplanung der Klasse 1 und 2 unter Beibehaltung der Jahrgangsklassen

  1. Feststellen möglichen Förderbedarfs beim Anmeldungsgespräch.
    Hinweise für die Eltern bezüglich vorschulischer Fördermaßnahmen.
    Kinder mit Migrationshintergrund sind an unserer Schule sehr selten. Bisher war noch kein standardisierter Test zur Feststellung des Sprachstandes notwendig.
  2. Innere Differenzierung wird gewährleistet durch das Festlegen offener Unterrichtsformen:
    Tages-/ Wochenplan, Erstellen von Musterplänen für alle vier Jahrgänge, Aufnahme von Aufgaben am PC, Stationenlauf, Themen- oder Fachbezogen mit Pflicht- und Wahlstationen, Werkstattarbeit, Fächerübergreifendes Erarbeiten eines Themenbereiches.
  3. Anlegen von Beobachtungsbögen bei auffälligen Kindern.
  4. Leseförderung durch den wöchentlichen Einsatz von Lesemüttern und die Teilnahme am Leseprogramm „antolin“.

Gewaltprävention
Seit dem Schuljahr 2000/2001 haben wir in den 3. und 4. Klassen die „Theaterpädagogische Werkstatt“ mit ihrem Programm „Mein Körper gehört mir“ zu Gast. Dieses Programm soll die Kinder stärken gegen sexuellen Missbrauch.
Im Schuljahr 2005/2006 wird erstmalig allen Schülern auf freiwilliger Basis, anschließend an den Unterricht, ein WSD Kurs angeboten, um das Selbstbewusstsein der Kinder zu fördern.

Bereich unaufmerksames und aggressives Verhalten
In allen Klassen wird mit Elementen der Streitschlichtung gearbeitet.
Seit dem Schuljahr 2013/2014 arbeiten wir mit dem Programm „Faustlos“. Hier geht es zunächst um Empathieförderung, dann um Problemlösungsstrategien und in einem dritten Teil um den Umgang mit Ärger und Wut.
Schulregeln:
Im Dezember 2005 wurde in Zusammenarbeit mit den Schülern ein verbindliches Schulregelwerk erstellt.
Neben den individuellen Klassenregeln sollen diese Schulregeln dazu beitragen, ein friedlicheres Schulleben zu gewährleisten.

In jedem Klassenraum hängen die Schulregeln gut sichtbar aus.