Katholisches Profil

An unserer Schule steht das christliche Miteinander im Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei, die Akzeptanz andersdenkender Menschen vorzuleben und so den Toleranzgedanken untereinander zu fördern.

Aus diesem Grund gibt es nicht nur den katholischen Schulgottesdienst, der einmal in der Woche mittwochs von den Zweit-, Dritt- und Viertklässlern besucht wird, sondern auch die protestantischen Schüler erhalten die Gelegenheit, den parallel stattfindenden evangelischen Schulgottesdienst zu besuchen.

Im katholischen Wortgottesdienst geht es darum, die Kinder in die kirchlichen Ausdrucksformen des Glaubens einzuführen und so seine Rituale, Lieder und Gebete kennenzulernen. Die Gottesdienste werden abwechselnd von Herrn Diakon Braun und Herrn Pastor Junior gehalten und kindgerecht gestaltet.

Zu besonderen Festen im Jahreskreis (z.B. Weihnachten, Ostern, Sommerfest, Projekttage) findet ein Gottesdienst für alle Schüler, auch die Erstklässler statt. Wir bemühen uns in Absprache mit Herrn Pastor Junior zu gegebenen Anlässen statt einer Wortgottesdienstfeier eine Eucharistiefeier möglich zu machen.

Bevor die Zweitklässler am Schulgottesdienst teilnehmen werden sie von unseren Ortsgeistlichen und den Lehrern behutsam an den besonderen Raum „Kirche“ herangeführt. In einer Kirchenführung werden verschiedene „Orte“ in der Kirche und das gebotene Benehmen thematisiert.

Der Kontakt zur Pfarrgemeinde wird an der Beteiligung unserer Schule an vielen Festen und Veranstaltungen  (z.B. Pfarrgemeindefest, Kommunion, Ewiges Gebet) von St. Mariä Himmelfahrt deutlich.

Eine regelmäßige Verbindung zum katholischen Kindergarten besteht durch das Vorlesen unserer Viertklässler dort, die Durchführung der Sprachstandstests  und nicht zuletzt durch die Besuche der Lehrerin der kommenden 1. Klasse, um sich und den zukünftigen Schulanfängern ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.

Wir veranstalten außerdem regelmäßige Treffen mit den Lehrern der Carl-Sonnenschein-Schule und den Ortsgeistlichen, um Absprachen zu treffen und neue Ideen auszutauschen.

Ein Highlight ist die Domwallfahrt nach Köln! 2009 haben wir mit der 4. Klasse an der Wallfahrt aller Grundschulen des Erzbistums Köln teilgenommen. 2010 waren wir mit Klasse 3 und 4 in Begleitung von Herrn Pastor Junior zunächst zu einem Pilger-Wortgottesdienst eigens für uns im Chorraum des Kölner Doms und haben anschließend die Basilika St. Ursula mit ihren beeindruckenden Reliquien besichtigt.

Der Religionsunterricht an unserer Schule ist katholischer Religionsunterricht (RU). Alle unsere Schüler sind verpflichtet, daran teilzunehmen.

 Der RU hat die Aufgabe,

  • Grundwissen über den Glauben und die Kirche zu vermitteln,
  • mit Formen gelebten Glaubens vertraut zu machen und
  • die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln und zu fördern.

Im Mittelpunkt stehen biblische Geschichten, die auf kindgemäße Weise das Wort Gottes und das Heilshandeln Jesu Christi verdeutlichen.

Auf Grundlage dessen bilden sich beim Schüler Maßstäbe christlichen Handelns im eigenen Leben, aber auch die Fragen nach dem Ursprung und dem Sinn allen Lebens werden so beantwortet. Diese Antwort aus dem Glauben heraus kann ohne Spannung neben naturwissenschaftlichen Theorien zur Entstehung und Entwicklung von Leben stehen bleiben. Wichtig ist uns, den Kindern ihre Fragen zu beantworten und ihr kritisches Denken ernst zu nehmen und weiter zu fördern. Im Umgang mit anderen Menschen sollen sie sich am Vorbild Jesu Christi orientieren.

Ebenso von Bedeutung ist die oben schon beschriebene Einweisung in den Glauben, indem „Kirche“ erfahrbar gemacht wird (siehe Schulgottesdienst und Kontakt zur Gemeinde).

Letztlich bedarf es in der Religion eines ganz besonderen Instrumentariums, um Glauben zum Ausdruck zu bringen. Kinder sollen im RU typische Symbole (z.B. Wasser, Licht, Hände) kennen- und deuten lernen und vielleicht selber darin ihrem Glauben an Gott zur Sprache bringen.

Aber nicht nur die eigenen Ausdrucksformen sind von großer Wichtigkeit, sondern auch die religiöse Praxis anderer Religionen, vor allem des Islams und des Judentums, soll den Schülern bekannt sein.

 Als Konsequenz aus allen Themenbereichen gibt es an der Carl-Sonnenschein-Schule bestimmte Rituale und Regeln im Schulalltag:

Jede Klasse besitzt einen Gebetswürfel, so dass jeder Schultag mit einem wechselnden Gebet oder Lied beginnt. Ebenso endet der Tag mit einem gemeinsamen Abschied. Es gibt in manchen Klassen von den Kindern angefertigte Gebetbücher, die teilweise selbstgeschriebene oder gesammelte Gebete von ihnen enthalten. Vor der Frühstückspause beten die Lehrerinnen gemeinsam mit den Kindern ein Tischgebet, wobei ihnen sowohl der Gemeinschaftsaspekt des Essens, des Miteinander-Mahl-Haltens bewusst gemacht werden soll als auch der Dank für Gottes Gaben im Vordergrund steht.

Im Rahmen unseres gemeinsamen Singens mit allen Klassen jeden Montag um 8.15 Uhr singen wir einmal im Monat ein kirchliches Lied, das zum Verlauf im Jahreskreis passt.

Auf der Grundlage christlicher Normen und Werte sind die Schulregeln entstanden, die alle Kinder verinnerlicht haben müssen. Bei Nicht-Einhaltung der Regeln bekommen die Kinder einen sogenannten „Denkzettel“, auf dem sie ihren Regelverstoß formulieren und über eine alternative, angemessene Problemlösung nachdenken müssen.