Die Schulgeschichte

Die Vorderansicht der Kath. Volksschule Unterbach an der ehemaligen Gerresheimer Straße
Um 1815 wurde die 1. Unterbacher Schule gegründet. Am 19. März 1847 wurde der Vorläufer des Gebäudes von dem ersten katholischen Lehrer in Unterbach, Theodor Brors, mit nicht ganz legalen Mitteln in seinen Besitz gebracht. Das Gebäude und das Grundstück waren zuvor von Protestanten als Simultanschule finanziert worden. Lehrer Brors und der damalige Pastor von Erkrath, Kürten, drohten den katholischen Eltern, ihren Kindern den Religionsunterricht zu entziehen, falls diese weiter in die Simultanschule gehen würden.
Durch diese, vom Schulamt Mettmann ausdrücklich verbotene Art der Abwerbung konnte Lehrer Werth von dem Schulgeld der restlichen Kinder bald nicht mehr leben. Als Brors eine Baufirma beauftragte, auf dem ihm nicht gehörenden Schulgelände ein größeres Schulhaus an das bestehende Gebäude anzubauen, gab Werth auf und zog nach Mettmann.
Brors meldete dies als Aufgabe wegen Schülermangels an das Schulamt und bekam Gebäude und Grundstück zu seiner Nutzung zugesprochen. Bis zum 2. Weltkrieg war sie Volksschule, im Krieg wurde der Schulbetrieb notdürftig aufrecht erhalten und zum Kriegsende wurden Zwangsarbeiter eingewiesen. Das Gebäude verkam. In den 50er Jahren wurde der Neubau errichtet und die alte Schule abgerissen.
1964 wurde auf Veranlassung des damaligen Schulleiters Joseph Eyerund die Schule nach Carl-Sonnenschein benannt. Bei der Schulreform in den 60er Jahren wurde sie katholische Grundschule.