Digitale Schule

Die Carl-Sonnenschein-Schule ist eine digitale Schule. Was bedeutet das für uns? Wir wollen die Schülerinnen und Schüler möglichst früh an einen eigenverantwortlichen, sinnvollen und kritischen Umgang mit neuen Medien heranführen. Wir halten gerade dies für besonders wichtig, da unsere Kinder ein Teil der sich wandelnden Mediengesellschaft darstellen und von der rasanten Entwicklung nicht ausgenommen sind. Mittlerweile begleiten Medien den gesamten Tagesablauf von Kindern. Bei der digitalen Unterrichtsgestaltung geht es nicht primär um die Medien und Werkzeuge selbst, sondern ihre gewinnbringende lösungsorientierte Nutzung. Den Schülerinnen und Schülern soll so ermöglicht werden, die grundlegenden Kompetenzen des 21. Jahrhunderts (4K: Kritik, Kommunikation, Kreativität, Kollaboration) zu erwerben und zu nutzen, um Lernprozesse zu gestalten, Medienkompetenz zu erwerben, Lernprozesse zu dokumentieren, in selbstgesteuerten Lernangeboten eigenständig zu arbeiten und schließlich Medienprodukte zu erstellen. 

Baustein 1: Ausstattung mit digitalen Geräten

Um den Schülerinnen und Schülern einen individuellen Zugang und Umgang mit digitalen Geräten zu ermöglichen und um deren Kompetenzen zu fördern ist eine gute Grundausstattung wichtige Voraussetzung. Unsere Schule ist zur Zeit mit 73 iPads ausgestattet, so dass im Unterricht für jedes Kind nach Absprache mit anderen Klassen ein Gerät zur Verfügung steht. Die Schule verfügt auch über einen WLAN-Zugang, um den Umgang mit dem Internet zu erlernen, zielführend zu recherchieren und lauernde Gefahren zu erkennen. In allen Räumen gibt es festinstallierte Beamer, zusätzlich gibt es noch zwei mobile Beamer und Apple TVs. Für den Lernbereich „Programmieren“ stehen den Schülerinnen und Schülern 12 Ozobots, 5 Kisten „Lego We Do“ und 3 Drohnen zur Verfügung. Damit können sie auf vielfältige Weise gemeinsam das digitale Steuern und Programmieren von Geräten erlernen und ausprobieren. 

Baustein: 2 Medienpass NRW

Um allem Schülerinnen und Schülern mit den gleichen Medienkompetenzen auszustatten wurde der Medienkompetenzrahmen NRW erstellt, der auch Grundlage unserer Lehrpläne ist. Dieser wird in der 1. Klasse eingeführt und begleitet sie in den vier Jahren ihrer Grundschulzeit. Schuljahr für Schuljahr erlernen die Kinder neue Kompetenzen oder erweitern ihre bereits erlernten. Diese werden in einem Heft, welche alle Kompetenzen beinhaltet, dokumentiert. Durch die Integration des Medienkompetenzrahmens NRW in unsere schulinternen Lehrpläne wird eine systematische, fächerübergreifende Vermittlung von Medienkom-petenzen ermöglicht. Der Medienkompetenzrahmen NRW besteht aus sechs Bereichen mit insgesamt 24 Teilkompetenzen, deren Oberpunkte im Folgenden zusammenfassend dargestellt werden.

  1. Bedienen und Anwenden beschreibt die technische Fähigkeit, Medien sinnvoll einzusetzen und ist die Voraussetzung jeder aktiven und passiven Mediennutzung.
  2. Informieren und Recherchieren umfasst die sinnvolle und zielgerichtete Auswahl von Quellen sowie die kritische Bewertung und Nutzung von Informationen.
  3. Kommunizieren und Kooperieren heißt, Regeln für eine sichere und zielgerichtete Kommunikation zu beherrschen und Medien verantwortlich zur Zusammenarbeit zu nutzen.
  4. Produzieren und Präsentieren bedeutet, mediale Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und diese kreativ bei der Planung und Realisierung eines Medienproduktes einzusetzen.
  5. Analysieren und Reflektieren ist doppelt zu verstehen: Einerseits umfasst diese Kompetenz das Wissen um die Vielfalt der Medien, andererseits die kritische Auseinandersetzung mit Medienangeboten und dem eigenen Medienverhalten. Ziel der Reflexion ist es, zu einer selbstbestimmten und selbstregulierten Mediennutzung zu gelangen.
  6. Problemlösen und Modellieren verankert eine informatische Grundbildung als elementaren Bestandteil im Bildungssystem. Neben Strategien zur Problemlösung werden Grundfertigkeiten im Programmieren vermittelt sowie die Einflüsse von Algorithmen und die Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt reflektiert.“

Langfristiges Ziel ist es, die 24 Teilkompetenzen des Medienkompetenzrahmens NRW mehrfach in den Fächern und Unterrichtsvorhaben abzubilden, so dass am Ende der Grundschulzeit alle Kompetenzen erworben wurden. Dabei findet der Grundsatz des Primats der Pädagogik vor der Technik Berücksichtigung: Die Vermittlung von Medienkompetenz dient als Voraussetzung einer erfolgreichen und selbstbestimmten Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben sowie zur Weiterentwicklung des Lernens durch die Nutzung digitaler Medien. 

Baustein 3: iPad-Unterricht ab Klasse 2

Im ersten Jahrgang findet der Unterricht am iPad innerhalb des Klassenunterrichts statt. Für die Klasse 2 wird einmal wöchentlich je eine Unterrichtsstunde „iPad“ in halber bzw. ganzer Klassenstärke erteilt. Nach einem Halbjahr wechseln die Gruppen. Ziel des iPad-Unterrichtes ist es, den Schülern unterrichtsrelevante Apps wie Pages, Keynote, Numbers, etc. zu erklären, damit sie diese ‚Werkzeuge‘ im Regelunterricht nutzen können, um inhaltlich zu arbeiten, ohne dass Unterrichtszeit verloren geht. So machen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise den „Pages-Führerschein“, um das Schreibprogramm so sicher zu beherrschen, dass sie im Deutschunterricht verschiedene Textarten problemlos digital erstellen können. 

Baustein 4: Medien-AG

In den Klasse 3/4 haben die Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich je eine Unterrichtsstunde „Medien AG“. Nach einem Halbjahr wechseln die Gruppen, so dass alle Schülerinnen und Schüler die Medien AG besucht haben. Hauptsächliche Inhalte der Medien AG ist der Bereich ‚Problemlösen und Modellieren‘ aus dem Kompetenzrahmen NRW. Die Kinder lernen Algorithmen und deren Funktionen kennen. Mit einer kleineren Lerngruppe lassen sich die Grundfertigkeiten des Programmierens mit Hilfe der Apps ‚Lego We Do‘, ´Programmieren Lernen 1 und 2´, ´Scratch Jr.´und ‚Ozoblockly‘ am besten durchführen, da hier zu Beginn oftmals Hilfestellungen notwendig ist. 

Baustein 5: Lernplattform „Logineo NRW“

Seit der Corona-Pandemie nutzt unsere Schule regelmäßig die Lernplattform „Logineo NRW“. Auf dieser Plattform hatte jede Klasse ihre eigenen Kurse (Deutsch, Mathe, Religion etc.), in denen während des Distanz- und Wechselunterrichts Unterrichtsmaterialien mit Aufgaben und Erklärvideos hochgeladen wurden. Auch die Videokonferenzen als möglichen Unterrichtsersatz fanden darüber statt. Doch auch während des Präsenzunterrichts wird die Plattform für die Kommunikation mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern weiterhin genutzt. Elternbriefe werden nicht mehr kopiert und ausgeteilt, sondern auf der Plattform hochgeladen. So gehen keine Informationen verloren und der Umwelt kommt dies auch zugute.